Wasserdichte Lösung für eine Mega-Yacht
Maisach, 01.08.2006 - Chem-Trend Trennmitteltechnologie und neues Kunstharzverarbeitungsverfahren im Bootsbau
Produktivität ist gleich Profitabilität, diese simple Gleichung gilt für fast alle Hersteller von Formprodukten, so auch im Bootsbau. Hersteller von Wasserfahrzeugen wissen seit langem um die große Bedeutung einer leichten Trennbarkeit von Form und geformten Inhalt, z. B. des Rumpfes. Chem-Trend, weltweit führend bei vielen Trennmitteltechnologien, kooperiert erfolgreich mit Werften für Freizeit- und Sportboote. Ziel ist die Produktion hochqualitativer Teile mit hervorragendem Oberflächenfinish bei gleichzeitig optimiertem Fertigungsablauf.
Seit einiger Zeit macht ein neues Verarbeitungsverfahren in der Bootsbranche von sich reden. Die Harz-Einspritzung - auch als Vakuum-Einspritzung bekannt - bietet einige Vorteile bei der Herstellung von Kunstharzteilen. Kernstück des Verfahrens ist der Einsatz von Vakuum, um das Eindringen des Kunstharzes in die Faserstruktur des eingelegten Laminates zu verbessern und eine möglichst innige Verbindung beider Komponenten zu erreichen. Die enorme Festigkeit dieser Verbundwerkstoffes kommt ja gerade durch die Verbindung von Fasern und Harz zustande, z. B. bei Glas- oder Kohlefaserprodukten. Das Vakuum-Verfahren trägt dazu bei, die Produktionszeit zu verkürzen, leichtere und zugleich widerstandsfähigere Teile herzustellen.
Insbesondere das Harz hat aber die unangenehme Eigenschaft, zumindest im flüssigen Zustand stark zu kleben. Sonst würde es ja auch keine Verbindung mit den Fasern eingehen. Das bedingt aber auch eine starke Bindung an die Form, die das zu produzierende Bauteil während der Aushärtung umgibt. Probleme beim Entformen wären also vorprogrammiert, wenn nicht Chem-Trend ein für diese Anwendung besonders geeignetes Trennmittel entwickelt hätte. Das Unternehmen kooperiert mit einigen der besten Werften, die Harz-Einspritztechnologien einsetzen. Viele davon sind in Neuseeland ansässig. Eine davon, die Firma Sensation Yachts, hat kürzlich das weltweit größte Verbundwerkstoff-Projekt auf Basis dieser Technologie verwirklicht: Eine Multi-Millionen-Dollar Super-Yacht, mit einer Länge über alles von 49 m und drei Decks hoch.
Nie zuvor wurde ein Projekt dieser Dimension in einer Form verwirklicht. Ähnliche Projekte waren bislang nur nach langwierigen und aufwändigen Vorbereitungsarbeiten und dem Einsatz von wachsbasierten Trennmitteln möglich.
John Barnett, Chem-Trend Verkaufsleiter in Neuseeland, empfahl dem Kunden Sensation Yachts das bewährte Chemlease Fromtrennmittelsystem, bestehend aus Chemlease® 15 Dichtstoff und Chemlease® 75 Trennmittel. "Allein durch die schiere Größe der Form bestand die Gefahr einer vorzeigten, unkontrollierten Ablösung", erklärt John Barnett. "Wenn man das enorme Gewicht der Gelbeschichtung in der Form, des Harzes und des geschäumten Rumpfkerns dazu nimmt, hat man alle Voraussetzungen beisammen, um wirklich große Probleme zu bekommen." Mit Standardlösungen war bei diesem Projekt nichts zu machen, es musste eine besondere Produktformulierung entwickelt werden, um die Risiken zu minimieren und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass der Rumpf nach vollständiger Aushärtung problemlos aus der Form genommen werden kann.
"Die Form und die verarbeitenden Komponenten hatten eine Wert von mehreren Millionen Dollar, ein beschädigten Bauteil oder eine beschädigte Form würden eine Menge Geld kosten", sagt John Barnett. "Das von uns eingesetzte Chemlease System sorgte allerdings dafür, dass wir im Vergleich zum traditionellen Wachstrennmittel viel Zeit sparten und wir ein perfektes Oberflächenfinish beim Rumpf erzielten."
Auch Garry Clark, Leiter des Verbundwerkstoffbaus bei Sensation Yachts, war mehr als überzeugt: "Was soll ich sagen? Die Ergebnisse sprechen für sich selbst. Wir haben das Chemlease System gewählt, weil wir uns bei einem Projekt dieser Größe einfach keine Fehler leisten konnten. Und wir wurden nicht enttäuscht - es funktionierte perfekt."
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